Wasserentkalkung

Der Ionenaustausch ist ein effektives Verfahren zur Wasserentkalkung. Eingesetzt wird der Ionenaustausch in Entkalkungsanlagen für den Privathaushalt, für Mehrfamilienhäuser, für Industrieanlagen und für Hotels. Eine Entkalkungsanlage wird direkt nach der Wasseruhr und dem Wasserfilter in die Wasserleitung eingebaut, damit die komplette Wasserversorgung mit kalkfreiem Wasser gewährleistet wird.

Nie wieder Kalk - So funktioniert's

Eine Wasserentkalkungsanlage besitzt einen oder mehrere Drucktanks, die mit einem speziellen Harz befüllt sind. Dieses Enthärter-Harz entfernt durch das Ionentauscherverfahren die Härtebildner und somit potentiellen Kalk aus dem Leitungswasser. Das Harz hat eine bestimmte Kapazität, ähnlich wie eine Batterie. Diese Kapazität bestimmt, welche Wassermenge enthärtet werden kann. Sobald die Kapazität einer Anlage erschöpft ist, regeneriert diese das Harz voll-automatisch mit Hilfe von speziellem Enthärtersalz, das in einem zweiten Behälter in der Anlage aufbewahrt wird.

Wasserhärte
Erstens

Zunächst sollten Sie sich darüber informieren, welche Wasserhärte in Ihrer Ortschaft oder Ihrer Stadt vorliegt. Die Wasserhärte sagt aus, wieviel Calcium und Magnesium im Leitungswasser vorhanden sind. Diese Stoffe sind letztlich für die Bildung von Kalk verantwortlich. Die Wasserhärte hängt von Ihrem Wasserversorger, also von Ihrem Wohnort ab. Sie können den Wert entweder selbst mit einem Testset messen oder in unserem Wasserhärte-Verzeichnis recherchieren.

Wasserverbrauch
Erstens

Als nächstes wird der tägliche Wasserverbrauch benötigt. Diese Angabe muss nicht exakt sein, ist aber für die Wahl der richtigen Kapazität Ihrer Entkalkungsanlage von Bedeutung. Für eine näherungsweise  Berechnung kann die folgende Faustformel angewendet werden:

Personen im Haushalt x 0,15 m³ = tägl. Wasserverbrauch in m³
(Beispiel: 5 Personen x 0,15 m³ = 0,75 m³)

Kapazität
Erstens

Bei der Wahl der Kapazität ist es wichtig, die Anlage nicht zu groß zu dimensionieren um zu verhindern, dass diese verkeimt. Wählt man die Kapazität zu gering, kann es vorkommen, dass die Anlage nicht das komplette Wasser enthärtet. Im Idealfall sollte die Kapazität nach drei Tagen aufgebraucht sein um die optimale Ausnutzung zu erzielen. Die Kapazität errechnet sich daher aus der Wasserhärte multpliziert mit dem täglichen Wasserverbrauch und dem Faktor 3.

Wasserhärte in °dH x Wasserverbrauch in m³ x 3 = Kapazität in m³ x °dH
(Beispiel: 20 °dH x 0,75 m³ x 3 = 45 m³ x °dH)